19. Jahrestagung der DGKZ im Mai in München – Programm ab sofort online!

Am 5. und 6. Mai 2023 findet im Münchener H4 Hotel an der Messe die 19. Jahrestagung der DGKZ statt. Die 2003 gegründete Fachgesellschaft feiert zu diesem Kongress ihr 20-jähriges Jubiläum und kehrt zu ihren Ursprüngen zurück.

Heute kann sich kaum noch jemand vorstellen, dass die Gründung der Deutschen Gesellschaft für Kosmetische Zahnmedizin e.V.  im Jahr 2003 ein großes Politikum war, das zu heftigen Diskussionen bis hin zu Abhandlungen in diversen Publikationen oder „wissenschaftlichen Statements“ seitens der Vertreter der „Ästhetischen Zahnmedizin“ führte. Man baute ein Feindbild der „Unwissenschaftlichkeit“ auf oder rückte das Kürzel sogar in die braune Ecke.

Die Initiatoren der neuen Fachgesellschaft ließen sich nicht auf diese Diskussion ein. In ihrem Verständnis gibt es auch international keinen Dissens zwischen Ästhetik oder Cosmetic Dentistry. Die Frage war eher die Definition der Inhalte und Ziele, und hier ging die DGKZ in vielen Punkten über das Bisherige hinaus. Cosmetic Dentistry wurde und wird als High-End-Zahnmedizin mit interdisziplinärem Ansatz bis hin zur Ästhetischen Chirurgie gesehen. Das war neu und in gewissem Sinne auch revolutionär.

Die „Schönheit als Zukunftstrend“ hat inzwischen auch die Nachfragesituation in der Zahnmedizin grundsätzlich verändert. Neben der Wiederherstellung natürlicher funktionaler Verhältnisse im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich geht es zunehmend auch um darüber hinausgehende, rein kosmetische und optische Verbesserungen oder Veränderungen. Ähnlich wie im traditionellen Bereich der Schönheitschirurgie ist auch die Zahnmedizin in der Lage, dem Bedürfnis nach einem jugendlichen, den allgemeinen Trends folgenden Aussehen zu entsprechen. Gleichzeitig eröffnen sich in der Kombination verschiedener Disziplinen bis hin zur Schnittstelle der Ästhetischen Chirurgie völlig neue Möglichkeiten.

Um diesen hohen Anforderungen und dem damit verbundenen Know-how zu entsprechen, bedarf es nach Vorstellung der DGKZ einer völlig neuen Gruppe von „Spezialisten“, de facto die „Universal-Spezialisten“. Zahnärzte, die ihr erstklassiges Fachwissen in mehreren Disziplinen auf einer qualitativ völlig neuen Stufe bis hin zur Schnittstelle der Ästhetischen Chirurgie umsetzen. Diesen interdisziplinären Ansatz verfolgt die DGKZ seit ihrer Gründung im Jahr 2003 mit Erfolg.

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Deutschen Gesellschaft für Kosmetische Zahnmedizin e.V. (DGKZ) soll nicht nur im Rahmen einer hochkarätigen Expertenrunde Bilanz gezogen werden. Die Teilnehmer der Jahrestagung erwartet angesichts des Jubiläums ein thematisch und strukturell breit gefächertes Programm, das sowohl die Entwicklungen aufzeigt als auch zugleich verdeutlicht, was heute auf diesem Gebiet State of the Art ist.

Mit München als Veranstaltungsort kehrt die DGKZ, wenn man so will, zu den Ursprüngen zurück. Hier, im damals gerade neu eröffneten Hotel Bayerpost, fand mit knapp 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der erste Kongress der noch jungen Fachgesellschaft statt.

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Neuer DGKZ-Präsident: Dr. Jürgen Wahlmann übernimmt die Führung

Turnusgemäß hat Dr. Jürgen Wahlmann/Edewecht zum 1.1.2023 das Amt des Präsidenten der 2003 gegründeten Deutschen Gesellschaft für Kosmetische Zahnmedizin e.V. (DGKZ) von Dr. Martin Jörgens/Düsseldorf übernommen.

Dr. Wahlmann machte sein Examen 1987 in Göttingen und ist seit 1989 niedergelassen in eigener Praxis in Edewecht. 2004 erwarb er den „Master in Aesthetics“ am Rosenthal Institute der New York University. 2005 gewann er die Goldmedaille in der AACD Smile Gallery in der Kategorie „Indirekte Restaurationen“ und ist seit 2014 zugelassen als Prüfarzt nach MPG/AMG. Neben seiner Referententätigkeit ist er auch Autor zahlreicher Fachbeiträge in der Zeitschrift „cosmetic dentistry“ sowie anderen Publikationen.
Dr. Wahlmann ist seit 2004 Mitglied der DGKZ und seit 2006 auch Mitglied im Vorstand der Gesellschaft. Unter seiner Führung wird der außerordentlich erfolgreiche Kurs der DGKZ auf dem Gebiet fachwissenschaftlich fundierter ästhetisch/kosmetischer Zahnmedizin fortgeführt.

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Deutsche Gesellschaft für Kosmetische Zahnmedizin e.V.

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04229 Leipzig
Tel: +49 341 48474-202
Fax: +49 341 48474-290
E-Mail: info@dgkz.info
Web: www.dgkz.com

Jetzt lesen: Die Winterausgabe der cosmetic dentistry

Schöne Zähne hängen auch von ihrer Harmonie mit dem gesamten Gesicht eines Menschen ab. Diesem Zusammenhang widmet sich auch die Winterausgabe der cosmetic dentistry im Fachbeitrag von ZTM Christian Wagner. Er erklärt, wie Gesichtsparameter ästhetisch auch ohne Gummiband erfasst werden können und wie dadurch unkompliziert Zahnversorgungen nach realen ästhetischen Parametern der Patienten möglich sind. Eine innovative Komposittechnik für den Front- und Seitenzahnbereich zeigt Dr. Peter Schmitz-Hüser in seinem Fachbeitrag zum Thema „Bioclear-Technik und Injection Molding“, während Dr. Christoph Blum und ZTM Mandy Meffert vorstellen, wie farbige Komposite in der Restaurativen und Prothetischen Zahnheilkunde eingesetzt werden können.

Ergänzt wird die aktuelle Ausgabe mit dem Porträt der Praxisvilla Linhoff aus Lippstadt sowie Praxismanagementbeiträgen von Andrea Fahrländer zur effektiven Personalführung und Christian Bernhardt zu optimalen Gegenmaßnahmen für Resignation im Praxisteam.

Erste Eindrücke der neuen cosmetic dentistry erhalten Sie HIER.

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Gewinnung und Herstellung von autologen Blutkonzentraten – Neues Kursangebot 2023

Wie entnehme ich Patienten Blut und wie bereite ich es in der Praxis auf? Praxisteams können sich ab 2023 in Workshops der Society for Blood Concentrates and Biomaterials (SBCB) um Prof. Dr. Dr. Dr. Shahram Ghanaati/Frankfurt am Main fit machen im Umgang mit Blutkonzentraten.

Blutkonzentrate rücken in der Regenerativen und Allgemeinen Zahnheilkunde immer stärker in den Fokus. Ebenso wächst auch das Interesse am Thema. Blutkonzentrate werden aus patienteneigenem peripheren Blut hergestellt. Dieses bioaktive autologe System optimiert durch die Unterstützung der patienteneigenen Regeneration z.B. den Erfolg dentaler Implantate. Genauso bedeutend ist der Einsatz von Eigenblutkonzentraten in der Parodontologie, wenn es z.B. darum geht, den Erhalt des Zahnes regenerativ zu unterstützen, oder generell in der Augmentativen und Präprothetischen Chirurgie. Umso wichtiger ist es demzufolge für Praxisteams, die Abläufe bis hin zur erfolgreichen Herstellung von Blutkonzentraten zu kennen und vor allem praktisch zu üben.

Die Kurse finden 2023 in Kooperation mit der Society for Blood Concentrates and Biomaterials e.V. (SBCB) im Rahmen verschiedener Kongresse statt (u.a. in Unna, Mainz, München, Frankfurt am Main, Konstanz, Wiesbaden). Sie sind jedoch auch separat buchbar. Die Teilnehmerzahl ist limitiert, daher wird eine rechtzeitige Anmeldung empfohlen.

Termine 2023

3. März in Kamen/Unna
28. April in Mainz
5. Mai in München
16. Juni in Verona (IT)
14. September in Leipzig
29. September in Konstanz
1. Dezember in Wiesbaden

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Welche gesetzlichen Kassen bezuschussen die PZR?

Welche gesetzlichen Krankenkassen beteiligen sich an den Kosten einer professionellen Zahnreinigung (PZR) – oder übernehmen diese unter Umständen sogar vollständig? Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) hat die Ergebnisse ihrer jährlichen Umfrage zu entsprechenden Leistungen der Kostenträger veröffentlicht. Dabei kam heraus: Viele Kassen gewähren teilweise erhebliche Zuschüsse pro Jahr oder Termin in der Praxis und unterstützen damit Versicherte bei der wichtigen Zahn- und Mundhygiene. Ein Großteil der Krankenkassen gewährt einen Zuschuss unabhängig davon, in welcher Zahnarztpraxis die PZR durchgeführt wird. In solchen Fällen können Patientinnen und Patienten in der Praxis ihrer Wahl die bezuschusste Leistung in Anspruch nehmen. Einige Angebote von Kassen basieren allerdings auf sogenannten Selektivverträgen: In diesen Fällen erhalten Versicherte den Zuschuss nur dann, wenn ihre Zahnärztin oder ihr Zahnarzt mit der Kasse einen entsprechenden Vertrag geschlossen hat. Falls nicht, müssen Patienten für die Bezuschussung eine von der Krankenkasse vorgegebene Praxis aufsuchen oder auf den Zuschuss verzichten. Solche Einschränkungen der freien Zahnarztwahl bewertet die KZBV kritisch.

Die aktuellen Ergebnisse der KZBV-Umfrage zur PZR können unter www.kzbv.de/pzr-zuschuss kostenlos abgerufen werden. Praxen erhalten die Informationen zudem in Kürze als tabellarische Übersicht in Ausgabe 22 der „Zahnärztlichen Mitteilungen“, die am 1. Dezember 2022 erscheint. An der Erhebung haben sich erneut zahlreiche Kassen beteiligt und standardisierte Fragen zu ihren PZR-Leistungen beantwortet. Gefragt wurde etwa, ob der Kassenzuschuss die Abrechnung nach der Gebührenordnung für Zahnärzte deckt. Die PZR ist eine Intensivreinigung der Zähne mit dem Ziel, möglichst alle Beläge auf den Zahnoberflächen und insbesondere der Zahnzwischenräume zu entfernen. Zudem können Verfärbungen auf Zahnoberflächen beseitigt werden, die etwa durch Tee, Kaffee oder Nikotin entstehen. Die Behandlung wird mithilfe verschiedener Spezialinstrumenten und Geräten wie zum Beispiel Ultraschall durchgeführt. Mit einer fluoridhaltigen Paste werden anschließend die Zähne poliert sowie überstehende Kronen- sowie Füllungsränder geglättet. Zuletzt werden Gele oder Lacke mit Fluorid auf die Zähne aufgetragen. Das härtet den Zahnschmelz. So kann Karies effektiv vorgebeugt und zugleich das Aussehen der Zähne verbessert werden. Die Bakterienreduktion ist zudem ein wichtiger Beitrag zur Vorbeugung der Volkskrankheit Parodontitis, der chronischen Entzündung des Zahnhalteapparats.

Durch gewöhnliches Zähneputzen zuhause werden nicht alle Zahnflächen erreicht. Aber auch auf Flächen, die bei der täglichen Zahnpflege nur schwer erreicht werden, bilden sich bakterielle Beläge. Daher ist die PZR grundsätzlich für jede Patientin und jeden Patienten als Präventionsleistung empfehlenswert. Besonders profitieren Patienten mit Zahnersatz, festsitzenden Spangen oder mit Entzündungen des Zahnfleischs. Aber insbesondere auch ältere Menschen oder Patienten mit körperlichen Einschränkungen, deren manuelle Fertigkeiten bei der Mundhygiene eventuell eingeschränkt sind, haben von einer PZR Vorteile. Diese unterstützt die tägliche Zahnreinigung, ersetzt diese aber nicht. Für Patienten, bei denen eine Parodontitis bereits behandelt wurde, ist die regelmäßige professionelle Entfernung der Zahnbeläge eine wichtige Maßnahme, um den Behandlungserfolg zu sichern.

Frequenz, Kosten, Beratung

Wie oft eine PZR durchgeführt werden sollte, hängt vom individuellen Risiko der Patientin oder des Patienten ab. Gibt es bereits Entzündungen am Zahnfleisch? Tritt häufiger Karies auf? Wie massiv sind Zahnbeläge? Meist reicht eine PZR zweimal pro Jahr aus. Wie oft eine PZR sinnvoll ist, empfiehlt die behandelnde Zahnärztin oder der behandelnde Zahnarzt im konkreten Fall. 

Auch Fragen und Tipps zur Mundhygiene sind Pflichtprogramm bei einer PZR. Alles was für Patienten individuell wichtig ist, wird in der Praxis besprochen. Die Behandlung sorgt also nicht nur für ein strahlendes Lächeln. Sie ist vielmehr elementarer Bestandteil eines präventionsorientierten Gesamtkonzepts zur Vermeidung und Therapie von Karies und Parodontitis. 

Die PZR ist keine regelhafte Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung. Die Kosten einer PZR hängen vor allem vom Aufwand und der Zahl der Zähne ab, die gereinigt werden müssen. In der Regel dauert die Behandlung etwa 45 Minuten, manchmal aber auch 60 Minuten und länger.

Quelle: Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung

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Minimalinvasiv-ästhetische Behandlung mit Alignern und Veneers

Die Anforderungen an zahnärztliche Behandlungen beinhalten immer mehr ein ansprechendes ästhetisches Ergebnis. Gleichzeitig steigt der Wunsch nach minimalinvasiver Vorgehensweise. Die Ausgangssituation des jeweiligen Patientenfalls kann es erforderlich machen, dass Vorbehandlungen stattfinden müssen, um Ästhetik und Minimalinvasivität gewährleisten zu können. Im folgenden Fachbeitrag wird die ästhetisch-funktionelle Behandlung in einem solchen multidisziplinären und minimalinvasiven Ansatz vorgestellt.

Für ein optimales ästhetisches Ergebnis werden oft multidisziplinäre Behandlungen notwendig. Handelt es sich um geringfügige Maßnahmen in den einzelnen Teilbereichen der Zahnmedizin, können multidisziplinäre Therapien in der Hand eines Zahnarztes stattfinden. Sollten die Vor- bzw. Zwischenbehandlungen umfangreicher sein, empfiehlt es sich, Spezialisten hinzuzuziehen. Im vorliegenden Fall wurde die Therapie ausschließlich von einem Zahnarzt durchgeführt und dabei ein minimalinvasiver Ansatz gewählt.

Falldarstellung


Ein 26- jähriger Patient erschien mit dem Wunsch der ästhetischen Verbesserung der Frontzähne. Er hatte keine Allgemeinerkrankungen oder Allergien und nahm keine Medikamente ein. Der Patient zeigte ungern seine Zähne, störte sich am Diastema mediale, den Attritionen und der geringen Größe seiner Zähne. Intraoral zeigten sich eine Kopfbisssituation an den Zähnen 11 und 21 sowie ein minimaler
Engstand in der Unterkieferfront. Weiterhin wiesen die Zähne 13–23 Attritionen auf, wobei diese an den
Zähnen 11 und 21 ausgeprägter sind . Diese Zähne waren außerdem minimal rotiert und es bestand
ein Diastema mediale. Weiterhin lag in diesem Fall eine Angle-Klasse 1 vor. Extraoral fiel das gehemmte Lächeln auf.

Der Patient war bei der Untersuchung kariesfrei. Trotz Attritionen der mittleren Schneidezähne war der Kurzbefund auf craniomandibuläre Dysfunktion negativ. Er wurde über die Möglichkeiten der ästhetischen Verbesserung aufgeklärt und ihm wurde eine kieferorthopädische Vorbehandlung mit Alignern zur Verbesserung der Bisssituation und dann eine Restauration mit direkten Kompositversorgungen oder Veneers bzw. Non-Prep Veneers empfohlen.

[…]

Den vollständigen Artikel lesen Sie HIER.

Autor: Dr. Onur Deniz Polat, M.Sc. M.Sc.
Teaserbild: Dr. Onur Deniz Polat, M.Sc. M.Sc.

Schöne Zähne zum geringen Preis – das wird meistens teuer

TikTok, Instagram, YouTube oder der Blick ins neuste Beauty-Magazin – überall sind Menschen mit einem strahlend schönen Lächeln abgebildet. Das spricht vor allem junge Altersgruppen an. Inzwischen haben sich aus dem Wunsch nach dem „Hollywood-Lächeln“ leider nicht nur Gesundheitstrends entwickelt, um die eigenen Zähne durch regelmäßige Pflege und gesunde Ernährung weiß zu halten. Günstige Veneers, Kronen, Schleifen, Färben, Bleaching etc. versprechen Aufmerksamkeit und Anerkennung. Oftmals richten diese sog. „Billig-Trends“ aber großen Schaden im Gebiss an. Im folgenden Interview gibt Dr. Martin Jörgens, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kosmetische Zahnmedizin e.V. (DGKZ), einen Überblick zu den Risiken und erklärt, warum nur professionelle Zahnärzte ästhetische Verbesserungen vornehmen dürfen.

Herr Dr. Jörgens, Social Media sorgt nach wie vor für immer neue Schönheitstrends, auch für die Zähne. Das beeinflusst natürlich die Wünsche der Patienten. Welche Erfahrung machen Sie diesbezüglich in Ihrem Praxisalltag?

Es kommen zunehmend Patienten mit dem Wunsch nach Verbesserung der Gesamtästhetik in die Praxis. Wir haben ein internationales und höchst anspruchsvolles Klientel. Dennoch kommt natürlich auch mal ein Patient mit der Wunschvorstellung, das Beste für den geringsten Preis zu bekommen. Das geht faktisch natürlich nicht, und für die Gesamtbetrachtung passt am besten das Gesetz der Wirtschaft des englischen Sozialphilosophen John Ruskin: „Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das sie eingehen, etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen.“

Und dies hat für den Bereich der Medizin und Zahnmedizin noch ein viel höheres Gewicht, denn wenn hier Schäden entstehen, ist man schnell bei Haftungssummen im fünf- oder sechsstelligen Bereich dabei. Das bedeutet, dass aus einer scheinbar preiswerten, aber schlecht durchgeführten KFO- oder Veneerbehandlung Folgeschäden entstehen, die ein Mehrfaches an Beseitigungskosten bergen.

Der Wunsch nach dem „Hollywood-Lächeln“ führt leider auch dazu, dass inzwischen immer mehr Methoden angeboten werden, wie das eigene Lächeln schnell und preiswert verbessert werden kann. Wann hat sich aus Ihrer Sicht diese Tendenz entwickelt?

Schnell und billig mag woanders funktionieren, aber eben nicht im Bereich der Medizin. Nehmen Sie billige Brustimplantate, die zu fürchterlichen Ergebnissen mit multiplen Nachoperationen bis hin zu Amputationen geführt haben. Ebenso ist hier die Verwendung schnell entwickelter billiger Zahnimplantate zu nennen oder auch die fürchterlichen Schäden, die durch Fehlanwendungen von Hyaluronsäure im Stirnbereich bis zur Erblindung führen können. Gute Qualität kommt nur durch gehobene Fachkenntnis und tägliche Anwendung, und dies hat seinen Preis, der aber auch medizinische Sicherheit garantiert.

„Home-Bleaching“ ist nicht neu und wird auch von einigen Firmen angeboten. Worauf sollte bei dieser Methode geachtet werden, um die Zähne bei der Aufhellung nicht zu beschädigen?

Home-Bleaching kann eine Methode zur Aufhellung sein. Vor Durchführung müssen mögliche undichte Füllungen oder unentdeckte kariöse Stellen beseitigt sein. Empfindliche freiliegende Zahnhälse müssen geschützt werden. Vorab muss ein parodontal gesundes Gebiss vorliegen, und auch frische Ablagerungen von Zahnstein müssen vorab in einer separaten Dentalhygienesitzung beseitigt sein. Generell empfehlen wir allerdings das In-Office-Bleaching, da hier gezielt und kontrolliert auch einzelne Zähne oder Zahngruppen stärker oder weniger stark gebleacht werden können. Auch hier gilt, die Erfahrung führt zu besserer Qualität und besseren Ergebnissen.

[…]

Das vollständige Interview lesen Sie HIER.

Foto: Dr. Martin Jörgens

Druckfrisch: cosmetic dentistry 3/2022

Das offizielle Verbandsorgan der Deutschen Gesellschaft für Kosmetische Zahnmedizin e.V. (DGKZ) – die cosmetic dentistry – hat im letzten Jahr einen umfassenden Relaunch erfahren und liegt nun mit der dritten Ausgabe für 2022 vor.

Das Magazin bietet neben Fachartikeln zu den Themen Frontzahnästhetik bei Nichtanlagen und 4-Quadranten-Rehabilitation im Fokus der Ästhetik, Phonetik und Funktion zahlreiche weitere spannende Beiträge und Interviews rund um die moderne Zahnmedizin.

Erste Eindrücke der neuen cosmetic dentistry erhalten Sie HIER.

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Studie zur Lippenunterspritzung zeigt: Weniger ist mehr

Lippenattraktivität im Trendbarometer

Weniger ist mehr: Das zeigt eine aktuelle Studie zum Thema Lippenunterspritzung. Via Eye-Tracking und Umfrage-Methodik wurden die attraktivsten Lippenproportionen und Lippenvolumen ermittelt. Lippenvergrößerungen gehören zu den beliebtesten ästhetischen Eingriffen am Gesicht, möglichst minimalinvasiv sollen sie sein und möglichst natürlich das Ergebnis. Doch wie sehen die idealen Lippenproportionen aus und welches Volumen liegt derzeit im Trend? Eine Münchner Studie beschäftigt sich mit der ästhetischen Wahrnehmung verschiedener Lippenformen mit der Zielsetzung, die attraktivsten Lippen zu identifizieren.

Hintergrund der Studie

Insgesamt wurden 59 weiße Studienteilnehmer mit einem Durchschnittsalter von 32,73 ± 9,4 Jahren (Spanne von 22 bis 58 Jahren) in die Studie aufgenommen, von denen 27 (45,8 Prozent) Männer und 32 (54,2 Prozent) Frauen waren. Die Studienteilnehmer wurden von der Klinik für Hand-, Plastische und Ästhetische Chirurgie der Ludwig-Maximilians-Universität München rekrutiert. Von ihnen waren drei (5,1 Prozent) Fachärzte für Dermatologie, zehn (16,9 Prozent) Fachärzte für Plastische Chirurgie und 46 (78 Prozent) Freiwillige ohne medizinischen (ästhetischen) Hintergrund. Methodisch wurden Blickbeurteilungen und ästhetische Bewertungen von modifizierten Lippenbildern durchgeführt.

Harmonisches und ästhetisch ansprechendes Ergebnis bevorzugt

Die Ergebnisse zeigen, dass das Verhältnis von 1:1,6 (Ober- zu Unterlippe, 4,21 von 5 möglichen Punkten) als das attraktivste Lippenverhältnis bewertet wurde. Diese Lippenproportion war jedoch nicht die erste, die bei der anfänglichen Bildanzeige betrachtet wurde (1,20 Sekunden) und hatte die kürzeste Dauer einer stabilen Augenfixation innerhalb des 6-Sekunden-Bildanzeigeintervalls (2,18 von 6 Sekunden). Das Lippenvolumen, das die höchste ästhetische Bewertung erhielt, war das 100-prozentige Volumen (ursprüngliche Lippengröße) mit 4,56 von 5 möglichen Punkten. Dieses Lippenvolumen hatte jedoch das drittlängste Intervall zwischen der ersten Bildaufnahme und der ersten stabilen Augenfixation (0,81 Sekunden) und die kürzeste Dauer stabiler Augenfixationen während der 6 Sekunden der Bildanzeige (2,22 von 6 Sekunden).

Natürlichkeit liegt im Trend

Feststellen lässt sich, dass die Lippenproportion und das Lippenvolumen mit einem Verhältnis von 1:1,6 (Verhältnis von Ober- zu Unterlippe) und 100 Prozent natürlichem, nicht augmentiertem Volumen als am attraktivsten empfunden wurden; dies bestätigen frühere Untersuchungen und aktuelle Trends in der Ästhetischen Medizin. Als am wenigsten attraktiv wurden Lippen mit einem Verhältnis von 1,6:1 und mit einem übertriebenen Volumen von 130 Prozent empfunden. Analysen auf der Basis von Eye-Tracking stützen diese Ergebnisse.

Zu den detaillierten Ergebnissen mit Veranschaulichungen zur Eye-Tracking-Methode.

Quelle: ZWP online

Foto Teaserbild: Foto: Prostock-studio – stock.adobe.com

Cosmetic Dentistry – Eine der bedeutendsten Disziplinen

Was kann ich tun, um meine Zähne weiß bzw. weißer zu machen? Diese Frage bekommen Zahnärzte täglich gestellt. Patienten möchten dann am liebsten eine konkrete Empfehlung für die häusliche Mundhygiene, um selbst dauerhaft etwas für ein schönes Lächeln zu tun. Dr. Mariana Mintcheva, MSc. ist hier in einer optimalen Situation: Sie kann ihren Patienten Mundpflegeprodukte aus der eigenen Linie mitgeben.

Ein Lächeln sagt mehr als tausend Worte: ein Satz, den man oft in der Werbung findet – aber er stimmt auch. Menschen stehen einem Lächeln mit gepflegten weißen Zähnen aufgeschlossen gegenüber, denn es lässt den Besitzer vitaler und freundlicher erscheinen. Dr. Mariana Mintcheva, MSc. hat dieses Prinzip spätestens seit ihrem Aufenthalt in New York verstanden. Damals war sie fasziniert von der unbändigen Freude, die Patienten nach einer ästhetischen Zahnbehandlung empfanden. Heute zählt die Zahnärztin zu einer der führenden Größen auf dem Gebiet der Ästhetischen und Kosmetischen Zahnmedizin, leitet eine eigene Praxis, „Discover White“, im Düsseldorfer Medienhafen und brachte schließlich ihre eigene Mundpflegeserie „MINT by Dr. Mintcheva“ heraus. Im Interview stellt sie diese Serie vor und verrät, warum sie für die „Cosmetic Dentistry“ brennt und was ihr Rezept für ein strahlend schönes Lächeln ist.

Frau Dr. Mintcheva, Sie haben Kosmetische und Ästhetische Zahnmedizin zu Ihrer Passion gemacht. Was fasziniert Sie an diesem Zweig der Zahnheilkunde so sehr?

Mich fasziniert vor allem die Kraft, die uns ein schönes und selbstbewusstes Lächeln schenken kann. Ich erlebe täglich, dass schöne Zähne die Menschen positiv verändern können. Sie können ihnen ein neues Lebensgefühl schenken und sie ermutigen, selbstbewusster und fokussierter durchs Leben zu gehen. Auch die Wirkung auf andere ist enorm. Ein schönes Lächeln ist die Verbindung zu unserem Gegenüber und eines der wichtigsten Kommunikationsinstrumente, die wir haben. Menschen diese neue Welt eröffnen zu können, ist meine Motivation und mein täglicher Antrieb.

Gab es in Ihrem Leben ein bestimmtes Ereignis, das Sie den Beruf der Zahnärztin ergreifen ließ und Sie in den Bereich der Ästhetischen Zahnmedizin gelenkt hat?

Oh ja, das gab es ganz gewiss. Ich hatte als Kind einen Unfall und dadurch sind meine Frontzähne dunkel geworden. Es hat mich schon als Kind sehr gestört, doch während meines Studiums habe ich mich sogar dafür geschämt. Als mir damals mein Professor die beiden Frontzähne durch ein Bleaching aufhellte, war das für mich wie ein Wunder. Menschen zu helfen, schöne Zähne zu bekommen, wurde in diesem Moment zu meiner Mission. Ich wollte anderen helfen, die sich genauso gefühlt haben wie ich.

Was inspiriert Sie bei Ihrer täglichen Arbeit und was gehört für Sie zu einer erfolgreichen Behandlung?

Ich ziehe Inspiration aus jeder Begegnung mit anderen Menschen. Vor allem die positiven Geschichten und Entwicklungen meiner Patienten sind für mich jedes Mal aufs Neue so beeindruckend. Erfolgreich ist eine Behandlung für mich immer dann, wenn ich meinen Patienten helfen konnte, ihnen neuen Mut schenken und ihren Wunsch von einem schönen Lächeln erfüllen konnte. Jede Behandlung ist wie eine kleine gemeinsame Reise, die ganz individuell verläuft. Das macht jede zu einer ganz besonderen.

[…]

Das vollständige Interview lesen Sie HIER.

Foto: Liubov Levytska – stock.adobe.com