Neues Web-Tutorial der DGKZ „Lösungskonzepte bei schwarzen Dreiecken“ ab sofort online

Die Deutsche Gesellschaft für Kosmetische Zahnmedizin e.V. (DGKZ) startete im März erfolgreich ihre neue Live-Tutorial-Reihe als digitale Fortbildungs-möglichkeit in Zeiten von COVID-19. Ab sofort ist das dritte Tutorial zum Thema Lösungskonzepte bei schwarzen Dreiecken mit Dr. Martin Jörgens kostenfrei online abrufbar.

Schwarze Dreiecke stören viele Patienten im eigenen Gebiss. Daher sollten Zahnärzt*innen sowohl ästhetische als auch funktionelle Lösungen anbieten können. Im dritten Web-Tutorial, dass die DGKZ in ihrer diesjährigen Serie kostenfrei online anbietet, stellte Dr. Martin Jörgens Therapieoptionen mit Laser, Hyaluronsäure und Composite-Techniken vor. Ziel des Tutorials war es, einmal wichtige Tools für den Praxisalltag zu liefern und außerdem Empfehlungen für die einzelnen Techniken mit auf den Weg zu geben.

Dr. Jörgens stellte in Patientenfällen verschiedene Ausgangssituationen mit parodontalen oder implantologischen Defekten vor und gab anhand dieser zunächst einen Überblick zu Ursachen schwarzer Dreiecke, bevor er sich konkreten Behandlungsempfehlungen widmete. Dabei ging er bei der Hyaluronsäure auf Injektionstechniken und Einsatzmöglichkeiten, aber auch Nebenwirkungen bei falscher Injektion, ein. Bei den Lasertechniken stellte er deren Anwendungen und Einsatz in Kombination mit Farbstoff vor. Abschließend widmete er sich möglichen Kombinationstherapien mit Hyaluronsäure.

Die DGKZ bietet ihren Mitgliedern in 2021 gleich vier Live-Tutorials als digitale Fortbildungsmöglichkeit in Zeiten von COVID-19. Hier werden inhaltlich grundlegende Überlegungen zu Konzepten und strategischen Vorgehensweisen verschiedener Spezialthemen aus dem Bereich der ästhetisch/kosmetischen Zahnmedizin aufgegriffen. Besonderer Höhepunkt und integraler Bestandteil der Reihe ist ein Expertentalk im Rahmen der 17. Jahrestagung der DGKZ am 29./30. Oktober 2021 in Marburg, der auch ins Internet übertragen wird.

Weitere Termine der Live-Tutorial-Reihe:

10. November 2021, 15.00 Uhr
Thema: „Komposits in der ästhetischen Zahnmedizin“
Referent: Prof. Dr. Christian Gernhardt/Halle-Saale

Bereits verfügbare Tutorials:

Hinweis: Das Angebot ist für alle User kostenlos. Um das Web-Tutorial zu verfolgen, ist keine Anmeldung notwendig. Allerdings erhalten nur registrierte User der ZWP online CME-Community Zugang zu den CME-Fragen und somit die Chance, einen CME-Punkt zu erwerben.

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17. Jahrestagung der DGKZ im Oktober in Marburg – Jetzt anmelden!

Nach der Corona-bedingten Verschiebung findet die 17. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kosmetische Zahnmedizin e.V. (DGKZ) jetzt am 29. und 30. Oktober 2021 statt.

Aufgrund der COVID-19-Pandemie war es im vergangenen Jahr nicht möglich, die Jahrestagung der DGKZ e.V. wie geplant durchzuführen. Auch die zwischenzeitlich auf den Herbst und dann auf das Frühjahr 2021 vorgenommene terminliche und örtliche Verschiebung blieb aufgrund hoher Infektionszahlen ohne Erfolg. Jetzt haben die Veranstalter angesichts von Impfungen in größerem Umfang sowie sinkender Inzidenz die Hoffnung auf eine schnelle Verbesserung und perspektivisch auch auf eine Normalisierung der Lage. Somit findet die 17. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kosmetische Zahnmedizin e.V. (DGKZ) am 29. und 30. Oktober 2021 am schon für 2020 geplanten Standort Marburg statt.

Unter dem Motto „Rot-weiße Ästhetik – State of the Art“ werden Referenten von Universitäten und erfahrene Praktiker mit den Teilnehmern die gegenwärtigen Trends in der modernen Zahnheilkunde und deren Herausforderungen im Praxisalltag diskutieren. Insbesondere wird Wert daraufgelegt, entlang des roten Fadens „Ästhetik“ eine möglichst große Bandbreite an relevanten Themen und Entwicklungen aufzugreifen. Ob Prothetik, Parodontologie, Zahnerhaltung, Implantologie oder Aspekte der Ästhetik des Gesichtes – das spannungsreiche Programm bietet sicher für jede interessierte Zahnärztin und jeden interessierten Zahnarzt etwas. Ein begleitendes Programm zu den Themen Hygiene und QM macht die Jahrestagung zugleich auch zum Fortbildungsereignis für das gesamte Praxisteam.

Die Frage, wie die perfekte rot-weiße Ästhetik erreicht werden kann und welche alternativen Wege und Problemlösungsmöglichkeiten es gibt, wird u.a. im erstmals im Rahmen der DGKZ-Jahrestagung veranstalteten Expertentalk diskutiert. In diesem neuen Programmformat halten die beteiligten Experten jeweils kurze Einführungsvorträge, denen sich eine Diskussion vor allem auch der alternativen Optionen mit den jeweils anderen Experten sowie den Teilnehmern anschließt. Der Expertentalk wird direkt auch ins Internet übertragen.

Hinweis: Die Veranstaltung wird entsprechend der geltenden Hygienerichtlinien durchgeführt!

Programmheft
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Weitere Informationen:
OEMUS MEDIA AG
Holbeinstraße 29
04229 Leipzig
Tel.: +49 341 48474-308
E-Mail: event@oemus-media.de

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Zahnärztekammer warnt vor gewerblichen Aligner-Shops

Gerade Zähne für wenig Geld – mit diesem verheißungsvollen Versprechen werben unzählige gewerbliche Aligner-Shops (Aligner sind auch als unsichtbare Zahnschienen bekannt) in sozialen Netzwerken und Werbespots. Anna Göbel (Name geändert) ließ sich davon überzeugen und wandte sich an einen Aligner-Shop zur Begradigung ihrer Zähne. Eine Entscheidung, die sie inzwischen bereut.

Statt der prognostizierten geraden Zähne nach 16 Wochen bildete sich nach kurzer Zeit eine Zahnlücke zwischen ihren Schneidezähnen. Nach insgesamt zehn Monaten Behandlungszeit, unzähligen Mails mit dem Kundenservice des Aligner-Shops und mehreren Behandlungsplänen mit neuen Schienen beendete sie vorzeitig die Behandlung. „Im Nachhinein hätte ich die Behandlung lieber gelassen“, sagt sie heute.

Mit dieser Erfahrung ist sie nicht die einzige. Immer wieder erreichen die Zahnärztekammer Nordrhein Beschwerden von Patienten, die von Komplikationen bei der Behandlung in Aligner-Shops berichten.

Behandlung oft ohne Aufklärung und unter medizinischem Standard

Wichtig: Die Behandlung mit Alignern ist eine bewährte Therapie der modernen Kieferorthopädie für die Patientinnen und Patienten. Das Problem bei den meisten gewerblichen Aligner-Shops ist jedoch, dass diese nach Auffassung der Zahnärztekammer Nordrhein ihren Kunden eine unzureichende zahnärztliche Betreuung bieten. Nach der Anfertigung eines Gebiss-Scans bei einem „Partnerzahnarzt“ zu Beginn wird der Behandlungsplan durch den Aligner-Shop lediglich als Simulation am Computer berechnet.

Die Kunden werden häufig auch während ihrer Behandlung unzureichend persönlich zahnmedizinisch betreut. Statt regelmäßiger Kontrollbesuche bei einem Zahnarzt beziehungsweise Kieferorthopäden werden die Kunden aufgefordert, selbst Handybilder von ihren Zähnen zu machen und diese den Aligner-Shops zuzuschicken, wodurch sich der Erfolg oder Misserfolg einer Behandlung jedoch nach Auffassung der Zahnärztekammer Nordrhein nicht erkennen lässt.

Das führt nicht selten zu Komplikationen wie im Fall von Anna Göbel. Als sie die Lücke zwischen ihren Scheidezähnen entdeckte, kontaktierte sie den Anbieter. „Der Kundenservice war eine Katastrophe“, sagt sie. Mitunter habe sie zwei Wochen auf eine Antwort gewartet – jedes Mal habe ihr ein anderer Mitarbeiter geantwortet, der meist keinen Überblick über ihre Vorgeschichte hatte.

Zahnverlust bei falscher Behandlung möglich

Doch Kunden der Aligner-Shops droht Schlimmeres: Auch eine Schädigung des Zahnbetts oder gar Zahnverlust ist infolge einer falschen Behandlung mit Alignern möglich.

Nach insgesamt zehn Monaten beendete Anna Göbel schließlich die Behandlung bei dem Aligner- Shop, nachdem es erneut Probleme mit ihrem Behandlungsplan gab. „Um zu vermeiden, dass ich wieder einen neuen Plan bekomme und neue Komplikationen auftreten, brach ich die Behandlung lieber ab“, berichtet sie. Das erwünschte Ergebnis sei jedoch nicht eingetreten.

Mit ihrem Fall wandte sie sich schließlich hilfesuchend an die Zahnärztekammer Nordrhein.

Die Zahnärztekammer Nordrhein ist nicht nur bei der Überprüfung von vermuteten Behandlungsfehlern behilflich, sondern wird auch umfassend im Rahmen der Berufsaufsicht selbst tätig und prüft rechtliche Handlungsmöglichkeiten gegen die gewerblichen Aligner-Anbieter.

Denn nach Auffassung der Zahnärztekammer Nordrhein darf das Angebot von zahnärztlichen Leistungen in dieser Form überhaupt nicht existieren. „Wir benötigen klare gesetzliche Vorgaben auf Bundesebene, damit nicht berufsfremde Dritte Zahnheilkunde anbieten“, sagt Dr. Ralf Hausweiler, Präsident der Zahnärztekammer Nordrhein, „denn Zahnheilkunde gehört nicht in einen Kiosk.“

Patienten sollten daher unter keinen Umständen ihre Zähne außerhalb der Verantwortung eines Zahnarztes oder Kieferorthopäden korrigieren lassen. Eine umfassende persönliche Untersuchung, Beratung und Aufklärung durch einen Zahnarzt oder Kieferorthopäden ist vor einer zahnärztlichen Behandlung zwingend notwendig. Auch regelmäßige persönliche Kontrollen während der Behandlung sind unerlässlich. Die zahnärztliche Leistungserbringung gehört insbesondere aus Gründen des Patientenschutzes ausschließlich in die Verantwortung approbierter Zahnärzte.

Quelle: Zahnärztekammer Nordrhein
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Das E-Rezept kommt! Alles was Zahnarztpraxen wissen müssen

Ab 1. Januar 2022 wird das elektronische Rezept (E-Rezept) nach dem Willen des Gesetzgebers zur Pflichtanwendung. Ab diesem Zeitpunkt müssen Vertragszahnärztinnen und Vertragsärzte verschreibungspflichtige Arzneimittel ausschließlich elektronisch verordnen.  

Vor diesem Hintergrund hat die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) ihre stark nachgefragte Spezialleitfadenserie zur Telematikinfrastruktur (TI) um einen weiteren wichtigen Baustein ergänzt. Dieser richtet sich einmal mehr speziell an Zahnärztinnen, Zahnärzte und das Fachpersonal in Praxen. Die neue Broschüre „Das elektronische Rezept: Leitfaden für die Anwendung ‚E-Rezept‘ in der Zahnarztpraxis“ informiert detailliert und anschaulich über Grundlagen, Voraussetzungen und Rahmenbedingungen und nennt zugleich konkrete Anwendungsszenarien des E-Rezepts im Rahmen der zahnärztlichen Versorgung. Darüber hinaus werden Antworten auf wichtige Fragen zu dem Thema gegeben und Quellen für weitere Informationen gelistet.

Der Leitfaden „Das elektronische Rezept: Leitfaden für die Anwendung ‚E-Rezept‘ in der Zahnarztpraxis“ kann ebenso wie weitere Informationsmaterialien kostenfrei auf der Website der KZBV abgerufen werden. Das Informationsangebot wird bei Bedarf fortlaufend aktualisiert und erweitert.

Hintergrund: Das E-Rezept

Das E-Rezept ersetzt künftig das Muster 16-Formular für alle apothekenpflichtigen Arzneimittel, die zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verordnet werden. Es wird verschlüsselt auf einem zentralen Dienst in der TI gespeichert, nachdem die Verordnungsdaten im Praxisverwaltungssystem zusammengestellt und mit dem eZahnarztausweis signiert wurden. Der Zugriff wird über ein sogenanntes „(Zugriffs-)Token“ gesteuert, welches zusammen mit dem E-Rezept erzeugt wird. Patientinnen und Patienten können wählen, ob sie ihre E-Rezepte per Smartphone in der E-Rezept-App verwalten oder die Einlöseinformation (den „Token“) in der Zahnarztpraxis als Ausdruck erhalten möchten.

Hintergrund: TI-Leitfadenserie der KZBV

Die KZBV hat eine Serie von Spezialleitfäden veröffentlicht, die inhaltlich ganz auf die Bedarfe der Zahnärzteschaft ausgerichtet ist. Dazu zählen – neben dem neuen Leitfaden zum E-Rezept – die Publikationen „Die elektronische Patientenakte (ePA): Leitfaden für die Anwendung in der Zahnarztpraxis“, „Telematikinfrastruktur – ein Überblick“, „Elektronischer Medikationsplan/Arzneimitteltherapie- Sicherheitsprüfung (eMP/AMTS)“, „Notfalldatenmanagement (NFDM)“ sowie ein Leitfaden zum Nachrichtendienst KIM (Kommunikation im Medizinwesen). Ein allgemeinverständlicher Randtext dient dabei der Zusammenfassung und Orientierung. Sämtliche Publikationen sind jeweils als kostenfreie pdf-Datei auf der Website der KZBV verfügbar und sollen Praxen die Anbindung an die TI – Deutschlands größtes Gesundheitsnetz – erleichtern.

Quelle: KZBV
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Druckfrisch: cosmetic dentistry 3/2021

Das offizielle Verbandsorgan der Deutschen Gesellschaft für Kosmetische Zahnmedizin e.V. (DGKZ) – die cosmetic dentistry – hat in 2021 einen umfassenden Relaunch erfahren und liegt nun mit der dritte Ausgabe vor.

Das Magazin bietet neben Fachartikeln zur Ästhetischen Versorgung des Frontzahnbereichs durch Sofortimplantation und Komfortable Behandlung durch digitalen Workflow zahlreiche weitere spannende Beiträge und Interviews rund um die moderne Zahnmedizin.

Erste Eindrücke der neuen cosmetic dentistry erhalten Sie HIER.

Mitglieder der DGKZ erhalten das Magazin 4x jährlich kostenfrei im Rahmen ihrer Mitgliedschaft. Weitere Informationen inkl. Mitgliedsantrag finden Sie HIER.

Web-Tutorial „Lösungskonzepte bei schwarzen Dreiecken – Wichtige Tools für den Praktiker“

Am 8. September startet ab 15 Uhr ein DGKZ-Webtutorial zum Thema „Lösungskonzepte bei schwarzen Dreiecken – Wichtige Tools für den Praktiker“ mit Dr. Martin Jörgens.

Die zunehmende Wahrnehmung für Ästhetik und speziell die Wichtigkeit der rot-weißen Ästhetik führen zu zahlreichen Anfragen von Patienten in der täglichen Praxis, wie diese verbessert werden kann. Insbesondere der Wunsch nach nichtchirurgischen, parodontalen Interventionen steht immer mehr im Vordergrund. Die Gründe für die Degeneration von Papillen sind mannigfaltig und die Entstehung kann chronischer Natur sein, beispielsweise durch Rauchen oder schleichende Parodontitis. Diese schleichende Degeneration wird seitens der Patienten aber zu einem hohen Prozentsatz kaum wahrgenommen. Ganz anders sieht es aber aus, wenn der Patient durch zu radikale Parodontaltherapie oder eine akute aggressive Parodontalinfektion einen kurzfristigen erheblichen Papillenverlust erleidet. Dann wird durch den traumatischen Verlust die gesamte Aufmerksamkeit des Patienten auf diesen Substanzverlust gelenkt und er sucht händeringend nach Rettung.

Hier können zügige gezielte Interventionen vor weiteren Verlusten schützen. Generell gilt bei den chronischen langsamen Verläufen, dass zunächst gesunde parodontale Verhältnisse geschaffen werden müssen. Hier können dann augmentative Verfahren mit HA-Hyaluronsäure eine tragende Säule der Therapie übernehmen. Zu berücksichtigen sind hier zunächst klar alle Regeln der parodontalen Regeneration speziell für das Papillenwachstum. Diese gilt es durch lokale konservierende oder minimalinvasive prothetische Verfahren zu schaffen. Zu den Anfangszeiten der reinen parodontalen Injektionen von HA-Hyaluronsäure blieb der Erfolg genau dann aus, wenn nicht zuvor oder simultan optimale Wachstumsbedingungen geschaffen wurden. In vielen Fällen sind Lasertherapien simultan oder therapiebegleitend vor, während und nach den HA-Injektionen sinnvoll. So können vorab auch PTT-Verfahren zu einer erheblich keimfreieren Parodontalsituation führen. Auch Laserdekontaminationen mit Diodenlasern führen vorab zu besseren Verhältnissen. Ebenso können simultane Vestibulumplastiken mit zeitgleicher Verlagerung des Lippenbändchens indiziert sein und für eine erhebliche Optimierung des Papillenwachstums in dem Bereich sorgen. Post op haben sich Softlaserbestrahlungen und auch Anwendungen von polarisierendem Licht als sehr erfolgreich erwiesen. Diese antiinflammatorischen Bestrahlungen mindern klar überschießende entzündliche Reaktionen der sensiblen Papillenregionen. Der langfristige Erfolg der Therapie liegt in einer guten, individuellen Vorplanung der HA- Injektionen und einer nachhaltigen, guten Betreuung mit kontinuierlichen professionellen Zahnreinigungen und gelegentlichen Nachinjektionen in zunehmend längeren Abständen. Der sensiblen parodontalen Frontzahnästhetik gebührt ganz besondere Aufmerksamkeit, wenn man Papillen im Sinne des Patienten züchten und erhalten möchte.

Die DGKZ bietet ihren Mitgliedern in 2021 gleich vier Live-Tutorials als digitale Fortbildungsmöglichkeit in Zeiten von COVID-19. Hier werden inhaltlich grundlegende Überlegungen zu Konzepten und strategischen Vorgehensweisen verschiedener Spezialthemen aus dem Bereich der ästhetisch/kosmetischen Zahnmedizin aufgegriffen. Besonderer Höhepunkt und integraler Bestandteil der Reihe ist ein Expertentalk im Rahmen der 17. Jahrestagung der DGKZ am 29./30. Oktober 2021 in Marburg, der auch ins Internet übertragen wird.

Direkt zum Live-Stream

Hinweis: Das Angebot ist für alle User kostenlos. Um das Web-Tutorial zu verfolgen, ist keine Anmeldung notwendig. Allerdings erhalten nur registrierte User der ZWP online CME-Community Zugang zu den CME-Fragen und somit die Chance, einen CME-Punkt zu erwerben.

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Zahnreinigung – Neue Methoden zur Reduzierung von Aerosolen

Eine Studie zeigt: Die kombinierte Verwendung von Absaugkanüle und Speichelsauger kann die Menge an mikrobiellen Aerosolen während einer Zahnreinigung reduzieren.

Die Studie, die von einem Team von Professoren und Forschern der Loma Linda University School of Dentistry (LLU), (Kalifornien), durchgeführt wurde, berichtet, dass die Kombination der beiden Geräte die Sicherheit der Patienten und des zahnärztlichen Teams vor potenziell schädlichen luftgetragenen Mikroben verbessert. Die Forscher fanden eine dreifache Reduktion der mikrobiellen Aerosole bei gleichzeitiger Verwendung beider im Mund des Patienten platzierten Hilfsmittel vor, im Vergleich zur alleinigen Verwendung der Absaugkanüle.

COVID-19-Virus war Auslöser der Studie

„Nachdem Organisationen wie die WHO Berichte veröffentlicht hatten, in denen die Übertragungswege des Virus beschrieben wurden, war uns schnell klar, wie die Zahnmedizin davon betroffen sein würde, da bei einer Reihe von zahnärztlichen Eingriffen Aerosole entstehen“, sagt Studienleiter Dr. Montry Suprono. „Also wollten wir herausfinden, wie wir die Risiken minimieren können, indem wir die Menge der Aerosole, die bei zahnärztlichen Eingriffen entstehen, verringern.“

Die Untersuchung begann mit einer klinischen Studie, an der über 90 Zahnmedizinstudenten teilnahmen – als Zahnarzt und in der Rolle des Patienten. Die Forscher sammelten Aerosolproben, indem sie Auffangschalen in verschiedenen Bereichen der Klinik aufstellten, auf der Brust des Patienten und auf Regalen in verschiedenen Abständen zur Behandlungseinheit. Die Schalen platzierten sie für bestimmte Zeitintervalle vor, während und nach den Zahnreinigungsverfahren.

Studie im Split Mouth-Design

Die Studienteilnehmer in der Position Zahnarzt behandelten zunächst mit beiden Hilfsmitteln – Absaugkanüle und Speichelzieher – platziert auf einer Seites des Mundes des Patienten. In der zweiten Behandlungsrunde wurde nur die Absaugkanüle genutzt. Bei beiden Varianten wurden die Aerosole in Petrischalen gesammelt, diese wurden zwei Tage nicht berührt. Danach wurden die Keimzahlen in jeder Probe bestimmt.

Signifikante Ergebnisse

Die höchsten Keimzahlen stammten von…

[…]

Den vollständigen Beitrag lesen Sie HIER.

Quelle: ZWP online

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Kunststoff statt Hyaluronsäure: Zahnärztin angeklagt

In Brasilien spritzte eine Zahnärztin über 40 Frauen Kunststoff statt Hyaluron. Die Pfuscherin ist mittlerweile untergetaucht, die Geschädigten müssen sich langwierigen Operationen unterziehen.

Kaum ein Land wird mehr mit Schönheit sowie Makellosigkeit verbunden wie Brasilien. Gerne wird dabei auch durch kosmetische und schönheitschirurgische Eingriffe nachgeholfen – auch beim Zahnarzt. Wer jetzt an zahnästhetische Behandlungen denkt, der liegt weit daneben, denn Lateinamerika sieht es mit medizinischen Regularien ziemlich entspannt, sodass in Zahnarztpraxen auch Faltenbehandlungen durchgeführt werden. Wenig zu lachen haben in Brasilien jetzt mehr als 40 Frauen. Doch das nicht etwa, weil etwas zu viel des beliebten Faltenaufspritzers injiziert wurde, sondern ein gänzlich falsches Mittel – nämlich Kunststoff.

Verursacherin ist Zahnärztin Gisele Gomes (34) aus Rio de Janeiro. Sie erhielt mittlerweile Anzeige von mehr als 40 Frauen, darf ihren Beruf nicht mehr ausüben und ist laut Berichterstattung untergetaucht – bei Verurteilung drohen laut Quelle bis zu 15 Jahre Haft.

Warum Gomes flüssigen Kunststoff applizierte, sei unklar. Klar ist jedoch, dass alle Geschädigten einen langen Weg vor sich haben werden, bis sich wieder eine natürliche Optik einstellt. So klagen die Patientinnen über optische Deformationen, Schmerzen, Blutergüsse, Schwellungen, vollständige Gesichtsentstellungen und Verbeulungen. Im Gegensatz zu Hyaluronsäure baut sich der flüssige Kunststoff nicht auf natürlichem Wege wieder ab, sondern muss operativ entfernt werden – Narben und Vernarbungen drohen.

So hatten sich die brasilianischen Frauen ihre Gesichtsverjüngung sicherlich nicht vorgestellt. Es bleibt ihnen zu wünschen, dass sie physisch wie psychisch gut durch die bevorstehende Zeit kommen. Laut Quelle leiden einige der Geschädigten bereits unter Depressionen, verloren ihren Job oder sogar ihre Beziehung.

Quelle: ZWP online
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Zahnmedizinische Wissenschaft im internationalen Vergleich

Deutsche Zahnmedizin gibt wissenschaftlich im internationalen Vergleich ein gutes Bild ab

Seit dem Wissenschaftsratsgutachten von 2005 stand die deutsche Zahnmedizin wiederholt in der Kritik, nicht genug international kompetitive, qualitativ hochwertige Forschung zu betreiben. Das Positionspapier „Zahnmedizin 2030“ der DGZMK aus dem vergangenen Jahr hat diese Kritik erneut aufgegriffen und Gründe sowie Lösungswege diskutiert. Als eines der Hauptprobleme wurde identifiziert, dass sich die Zahnmedizin innerhalb der medizinischen Fakultäten mit stumpfen Waffen innerhalb der Medizin behaupten muss, was a priori aufgrund ungleicher Voraussetzungen kaum gelingen kann. In diesem Kontext stellt sich allerdings auch die Frage, anhand welcher Parameter und Vergleichsmaßstäbe internationale Konkurrenzfähigkeit überhaupt gemessen werden kann, da scheinbar objektive Kriterien wie z.B. der Journal Impact Factor seit geraumer Zeit ebenfalls valide kritisiert werden.

Eine Publikation von Ioannidis et al. von der Stanford University hat dazu ein mathematisches Modell vorgestellt, das auf der einen Seite die einflussreichsten 100.000 Wissenschaftler weltweit rankte, darüber hinaus aber auch die Top zwei Prozent der Wissenschaftler in jeder Disziplin – Zahnmedizin ist hier eine Subdisziplin von „Clinical Medicine” (Ioannidis JPA, Boyack KW, Baas J. Updated science-wide author databases of standardized citation indicators. PLoS Biol 2020 Oct 16;18(10):e3000918). Dieses extrem umfangreiche Excel-Sheet listet eine ganze Reihe von Parametern wie den h-Index, einen neuen sog. „Composite Index“ und weitere Zitationscharakteristika. So finden sich deutsche Zahnmediziner sowohl fachunabhängig in den „oberen 100k“ als auch zahlreich mit über 80 Personen innerhalb der Top zwei Prozent der Zahnmediziner weltweit.

„Endlich sind hier die vielfachen wissenschaftlichen Anstrengungen der deutschen Zahnmedizin international schwarz auf weiß sichtbar“ stellt der Präsident der DGZMK, Prof. Dr. Roland Frankenberger heraus. „Das zeigt erfreulicherweise eines ganz klar: wir stehen im internationalen Vergleich wirklich gut da – trotz der wiederholt von uns angeprangerten chronischen Unterfinanzierung innerhalb der medizinischen Fakultäten. Und: Ein globaler wissenschaftlicher Kompetenzvergleich innerhalb des eigenen Faches ist wesentlich gerechter als der meist unfaire Vergleich mit medizinischen Disziplinen wie Mikrobiologie oder Onkologie“.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde e.V.

Foto Teaserbild: William W. Potter – stock.adobe.com

Web-Tutorial „Veneers von konventionell bis no prep“ ab sofort online!

Die Deutsche Gesellschaft für Kosmetische Zahnmedizin e.V. (DGKZ) startete im März erfolgreich ihre neue Live-Tutorial-Reihe als digitale Fortbildungs-möglichkeit in Zeiten von COVID-19. Ab sofort ist das zweite Tutorial zum Thema Veneers mit Dr. Jürgen Wahlmann kostenfrei online abrufbar.

Veneers sind heute aus der zahnärztlichen Praxis nicht mehr wegzudenken, da sie sowohl eine hervorragende minimalinvasive Lösung komplexer zahnmedizinischer Probleme als auch eine hochästhetische Versorgungsform darstellen.

Im Sinne der maximalen Schonung der gesunden Zahnsubstanz auf der einen Seite und möglichst langlebiger Restaurationen auf der anderen Seite ist es jedoch wichtig, die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Ausführungen genau zu kennen und abzuwägen. Dr. Jürgen Wahlmann zeigt im Web-Tutorial nicht nur die entscheidenden Unterschiede zwischen konventionell präparierten Veneers und No Prep Veneers auf, sondern geht auch auf die verschiedenen zahntechnischen Lösungen wie zum Beispiel geschichtete Veneers auf Platinfolie oder feuerfeste Stümpfe ein. Abschließend wird die Möglichkeit der präprothetischen KFO-Vorbehandlung gezeigt, um möglichst viele Patienten unter maximaler Substanzschonung versorgen zu können.

Die DGKZ bietet ihren Mitgliedern in 2021 gleich vier Live-Tutorials als digitale Fortbildungsmöglichkeit in Zeiten von COVID-19. Hier werden inhaltlich grundlegende Überlegungen zu Konzepten und strategischen Vorgehensweisen verschiedener Spezialthemen aus dem Bereich der ästhetisch/kosmetischen Zahnmedizin aufgegriffen. Besonderer Höhepunkt und integraler Bestandteil der Reihe ist ein Expertentalk im Rahmen der 17. Jahrestagung der DGKZ am 29./30. Oktober 2021 in Marburg, der auch ins Internet übertragen wird.

Weitere Termine der Live-Tutorial-Reihe:

08. September 2021, 15.00 Uhr
Thema: „Lösungskonzepte bei Schwarzen Dreiecken mit Lasertechnik, Hyaluronsäure und minimalinvasiven Composite-Techniken – wichtige Tools für den Praktiker“
Referent: Prof. Invitado Uni Sevilla Dr. Martin Jörgens/Düsseldorf

10. November 2021, 15.00 Uhr
Thema: „Komposits in der ästhetischen Zahnmedizin“
Referent: Prof. Dr. Christian Gernhardt/Halle-Saale

Bereits verfügbare Tutorials:

Hinweis: Das Angebot ist für alle User kostenlos. Um das Web-Tutorial zu verfolgen, ist keine Anmeldung notwendig. Allerdings erhalten nur registrierte User der ZWP online CME-Community Zugang zu den CME-Fragen und somit die Chance, einen CME-Punkt zu erwerben.

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